Nach über 40 Jahre langer Verweigerungshaltung hatte ich‘s nun doch getan: Urlaub auf einer Urlaubsinsel im Warmen. La Palma, die Wanderinsel ist es geworden, nachdem Anja mir die Wahl zwischen La Gomera und eben La Palma nahegelegt hatte und ich dann festgestellt hatte, dass man auf La Palma besser Gleitschirm fliegen kann. Also kurzerhand gebucht, die Gleitschirme in den Koffer gepackt und los gings. Insgesamt ist die Bilanz nun: 2 Flugtage, 2 Wandertage, 1 Herumfahrtag und 1 Gammeltag. Im Folgenden nun ein paar Ausführungen über die Flugtage, einen der Wandertage und den Herumfahrtag.

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Fliegen auf La Palma

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Wenn man auf La Palma fliegen möchte, ist es eine gute Idee, sich in die Obhut von Roger zu geben. Das haben wir gemacht. Der Schweizer mit 25 Jahren Inselerfahrung kann das Wetter der Insel sehr gut beurteilen. Das ist nötig, da man im Lee der Insel fliegt und die Verhältnisse dies erlauben müssen. Nachdem die ersten zwei Tage noch der Föhn sturmartig über die Insel gepeitscht hat, wurde das Flugwetter jeden Tag besser. Am Dienstag waren wir dann bei Roger in der Flugschule zum ausführlichen Wetterbriefing. Inversionen auf 500 m und 1000 m schlossen größere Thermikflüge aus aber Soaren an der Kante sollte gehen. Zu dritt wurden wir zum Startplatz gefahren der ca. 1000 m über dem Meer und somit dem Landeplatz und auf halber Höhe zum Grat des Gebirgszuges liegt, Drei Mal wurden wir hinaufgefahren und drei Mal konnte ich mich nicht halten. Es war für meinen Geschmack etwas wenig Arbeitshöhe um Thermik zu suchen und so flog ich recht schnell über die schiefe Ebene und zwei Vulkane zur 250 m hohen Soaringkante über Puerto Naos und spielte ein wenig. Hin und her fliegen, aus halber Höhe wieder hocharbeiten und übers Meer fliegen und die Strandgäste beobachten. Dank Rogers guter Einweisung war auch der Landeplatz kein Problem der bei verschiedenen Windrichtungen verschiedene Landepunkte erforderte.

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Am Donnerstag war nur noch bei 1000 m eine Inversion, die untere Inversion hingegen gab es nicht mehr. Das versprach mehr Thermik und trotzdem Schutz vor dem Passatwind. Nur 20 km Südlich fegte der Wind mit 30 km/h aufs Meer hinaus und am Sattel in der Inselmitte war der Föhn aktiv. Dank Rogers Wetterbriefing wussten wir aber, dass wir nach oben jede Thermik nutzen können, es würde nur keine geben, welche die Inversion durchbricht. Streckenfliegen auf Startplatzhöhe mit den gesetzten Grenzen war angesagt. Ich bekam die Aufgabe, einen Blick in den Vulkan zu werfen an dessen Flanke wir starteten und dessen Gipfel 200 m höher war. Die Thermik war tatsächlich da, allerdings schwierig zu zentrieren Bei der geringen Arbeitshöhe wagte ich einen Kreis und verlor deutlich an Höhe. Ich sah mich schon im unlandbaren Gebiet landen und suchte das weite. Das Sinken war teilweise beängstigend und nur dank der immer wieder vorkommenden Heber schaffte ich es bis an die Kante vor. An der Kante gab es heute recht wenig zu holen und ich landete ziemlich schnell. Versuche 2 und 3 sahen ähnlich aus außer, dass ich mit mehr Arbeitshöhe den Flug zur Kante begann.

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Außenlandemöglichkeiten sind übrigens begrenzt, nur eine asphaltierte Straße zwischen Startplatz und Kante eignet sich auf der 3 km langen Strecke. Dies gilt auch bei Streckenflügen. Man muss einfach kalkulieren können, wo es Thermik gibt, absaufen ist keine Option. Für mich Zufallsthermikflieger völlig ungeeignet. Trotzdem war es schön über dem Meer zu fliegen und Roger ist ein super Typ. Hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Vulkantour

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Eine der berühmtesten Wanderwege auf La Palma ist die Vulkantour. Vom Refugio El Pilar auf 2000 m Höhe bis zum südlichen Inselende wandert man 6,5 Stunden. Beeindruckende Aussichten auf Vulkane das Meer und Nachbarinseln bieten sich dem Wanderer. Mit dem Bus und Taxi ging es zurück zum Ausgangspunkt.

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Herumfahren

Nachdem wir bis 15 Uhr relaxt hatten wollten wir den Tag nicht völlig ungenützt verstreichen lassen und machten uns auf zum höchsten Punkt der Insel. Kann ja nicht so weit sein auf einer 40 km großen Insel. Das Navi gab eine Fahrzeit von 1:38h an. Etwas überrascht dachte ich, naja. muss ein Rechenfehler sein. Nach einer beeindruckenden Fahrt von 0 auf 2400 m Höhe auf der Westseite und dem blick in die Caldera fuhren wir auf der Ostseite wieder hinunter. Während im Westen schönes Wetter war tauchten wir im Osten irgendwo zwischen 500 und 1000 m in die geschlossene Wolkendecke ein. Nach 4 h reiner Fahrzeit waren wir wieder in der Unterkunft. Man sollte die Fahrzeiten auf der Insel nicht unterschätzen.

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Nützliche Links

Den Guide-Service für Gleitschimflieger von Roger findest Du unter http://www.idafe.com/

Written by Florian

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